PRESSESTIMMEN
(Weitere Pressestimmen folgen in Kürze)

“Ein kurzweiliges Krimivergnügen, dass mit delikaten Zutaten überrascht”
cinema

“Der Knochenmann begeistert durch tolle Schauspieler ... Es sind die gemeinsamen Szenen von Hader und Bierbichler, von denen man in diesem sehenswerten Film immer noch mehr sehen will.”
Münchner Merkur

“Stark ist das Schauspieler-Ensemble ... Stark sind auch die Bilder, die Regisseur Wolfgang Murnberger nutzt, um diesen „Austro-Fargo“ zu erzählen ... der Film wird getragen von einer bemerkenswerten Ekel-Ästhetik, und es ist schon erstaunlich, wie es dem Kreativ-Trio Hader-Haas-Murnberger immer wieder gelingt, schaurig-schöne Filme mit viel Gespür für Figuren, Witz und die Schattenseiten der Menschen auf die Leinwand zu schupfen.”
Süddeutsche

“Die bisher beste Wolf-Haas-Verfilmung ... eine[r] der lustigsten Feel-Bad-Movies ... Preiswürdig wäre „Der Knochenmann“ zweifellos auch. ... „Der Knochenmann“ auf der Leinwand ist kein Whodunit-Fall wie im Buch – es geht hier in erster Linie um Atmosphäre und die Lust an der l’art pour l’art.”
Welt

“Die grantigen Dialoge der beiden Klötze [Brenner und der Wirt] sind die Highlights dieses für Vegetarier eher ungeeigneten Krimis, der zeitweise ins Splatterfach wechselt und Erinnerungen an „Fargo“ weckt.”
Tagesspiegel

“Haas, Murnberger, Hader, dieses Kreativtrio traut sich Sachen, von denen deutsche Kinokrimis nur träumen können. ... Umso mehr machen die Schauspieler Freude: Sepp Bierbichler als grantiger Wirt, Birgit Minichmayr als Hendl-Braterin. Eine solche Kinomischung aus Bogart und Wiener Wald wird nicht jeden Tag serviert. ... „Wenn man die Dinge richtig behandelt, kann man alles angehen”, sagt Josef Hader. Die Krimis von Wolf Haas und die Filme von Wolfgang Murnberger belegen das.”
DerWesten.de

“erstklassig spannende Krimiware mit schlimmen Morden, verwickelten Geschichten, Gefahr und Bedrohung ... Wieder eine meisterhafte Krimikomödie aus der österreichischen Haas-Hader-Murnberger-Manufaktur.”
cinefacts.de

“Das bewährte Team Wolfgang Murnberger (Regie, Drehbuch), Josef Hader (Hauptdarsteller, Drehbuch) und Wolf Haas (Romanvorlage, Drehbuch) hat die Vorlage wirklich optimiert.”
Stuttgarter Zeitung

“Heimatkrimi made in Austria – tiefschwarz im Witz.”
Hannover Neue Presse

“Zupackend-derber Humor ist das Markenzeichen dieses Krimis. ... Als Norddeutscher versteh man im „Knochenmann“ zwar nicht jedes Wort, fühlt sich jedoch bestens unterhalten.”
Hannover Allgemeine

“Wolfgang Murnberger schaut in seinem dritten Film um den abgehalfterten Privatdetektiv Brenner wieder mit eiskaltem Spott hinter falsches Idyll in Österreich. … Denn wie bei den Vorgängern serviert Murnberger diese süß-saure Geschichte mit unaufgeregtem Witz und ruhiger, aber gnadenloser Boshaftigkeit. Idyllisch ist hinter den Postkartenmotiven nichts in diesem Österreich. Aber spannend.”
Spiegel.de

“Wieder ein Meisterwerk aus schwärzestem Humor, sarkastischem Weltekel und schweren Schüben von Melancholie.”
in München

“Fantastisch düster … Brenner ist hier nicht der aussenstehende lakonische Detektiv. Dafür ein schwitzender, verliebter, verlorener Mensch. Wie alle in diesem großen Film.”
AZ

“So schräg und so schwarz kriegen das derzeit wohl nur die Österreicher hin. … Pulp Fiction kombiniert mit Ösi-Schmäh – das ergibt ein für schwache Mägen schwer verdauliches, aber höchst schmackhaftes Schmankerl für alle Liebhaber doppelbödigen Humors, gespickt mit pfiffigen Pointen. … Ausnahmekabarettist Josef Hader fasziniert einmal mehr als perfekte Verkörperung des mürrischen, melancholischen Ermittlers Brenner … Kurz: eine kulturverdächtige, kohlrabenschwarze Krimigroteske – skurril, saftig, sarkastisch.”
TZ

“Ein lakonischer Film Noir in der weißverschneiten Alpenwelt Österreichs. Ein eigenartig-wunderbares Krimimeisterwerk, mörderisch und verspielt, romantisch und bitter zugleich: Der Knochmann.”
Info Radio

“Die Coens in Niederösterreich: So ungefähr könnte man diesen verschrobenen Krimi nach einem verschrobenen Roman des womöglich auch verschrobenen österreichischen Krimiautors Wolf Haas bezeichnen. ... Die Qualitäten der Abenteuer von Haas’ Held, dem erfolglosen Privatdetektiv Simon Brenner, liegen wie bei jedem guten Krimi weniger im Was als im Wie. ... Die österreichische Seele mit der Lupe seziert, lakonisch, satirisch, komisch.”
U-MAG

“Spannend und skurril!”
TV Movie

“Mit Spürsinn und lakonischem Witz rückt Brenner den zwielichtigen Provinzlern auf die Pelle.”
PRINZ

“Bluttriefend böse und köstlich komisch!”
Focus

“Eine furiose Komödie, in der Lachen und Grausen, romantische Liebe und blutiger Horror oft kaum zu trennen sind.”
Der Spiegel

“Ösi-Schmäh vom Allerfeinsten! ... Ein Schauer- und Heimatroman gleichermaßen, um dessen michelangelohafte Genauigkeit man die Wiener nur beneiden kann.”
monsterandcritics.de

“Was Murnbergers Inszenierungsstil auszeichnet, das ist die Liebe zum Skurrilen und das sind die gescheit-witzigen Dialoge, die mühelos über zwei Stunden tragen. Bei der Uraufführung während der Berlinale jedenfalls hat´s im ausverkauften Zoo-Palast prächtig funktioniert.”
DerWesten.de

“Regisseur Wolfgang Murnberger präsentiert die vielleicht beste, weil komischste Wolf-Haas-Verfilmung aller Zeiten. In der Hauptrolle brilliert, wie immer, ein wunderbar sarkastischer Josef Hader. Unbedingt ansehen!”
Bayerischer Rundfunk

“Der Knochenmann grenzt sich vor allem durch seinen trockenen, sarkastischen Humor von anderen Vertretern des Genres ab. ... Die förmlichen, aber unterschwellig aggressiven Dialoge zwischen Brenner und der Belegschaft des Wirtshauses sprühen nur so vor ironischem Witz.”
critics.de

“Wie in den beiden (vorzüglichen) vorangegangenen Verfilmungen drückt der 46jährige Kabarettist Hader seinem verstörten Brenner-Typen mit seinem spröden Ausdruck und dem köstlichen Phlegma - inmitten der skurrilen Story mit dem politisch völlig unkorrekten Geschehen - seinen „speziellen Schräg-Stempel“ unterhaltsam auf. ... Eine fein-böse, schaurig-pointierte Wrack-Show.”
Fazit

“Die sarkastische Schlachterkomödie “Der Knochenmann” zeigt das Grauen in der österreichischen Provinz. In den Hauptrollen glänzen Josef Hader und Josef Bierbichler. ... Der Knochenmann” ist (ein) makabres Meisterstück geworden: todkomisch, sarkastisch und unerbittlich im Detail. Aber auch zärtlich, leicht und etwas optimistisch. Und das liegt natürlich an der Liebe, die diesmal zwischen all den niedrigen Instinkten als Gegenkraft mitmischt und den ewig grantelnden Brenner von einer neuen, fast warmherzigen Seite zeigt. ... Eine Idee der Brenner-Serie ist es, schnelle Filme mit langsamen Helden zu drehen. Daraus ergibt sich ein schräges Tempo, das “Der Knochenmann” perfekt ausreizt. ... Der Film (ist) neben Hader und Bierbichler bis in die kleinste Nebenrolle umwerfend gut besetzt. ... Murnbergers pechschwarze Provinzkomödie (ist) mit ihren Horrorzutaten, Liebeselementen und Thrilleranteilen unbedingt auch ein Höhepunkt des kulinarischen Kinos. ... “Der Knochenmann” macht ernst mit der Drohung: “Aus dir mach ich Gulasch!” - Herausragend!”
Tip

“Die dritte Brenner-Verfilmung (nach „Komm süßer Tod” und „Silentium”) setzt in bewährter Manier auf makabere Skurrilitäten, rabenschwarzen Humor, gallige Dialoge und grandiose Darsteller (Josef Hader, Josef Bierbichler, Birgit Minichmayr).”
DerWesten.de

“Hier werden Morde aus Liebe begangen und aus Liebe aufgeklärt. Ewig möchte man dem Brenner und der Kellnerin Birgit (Birgit Minichmayr) beim Schlittschuhlaufen zuschauen.”
Deutschland Radio

“Der Brenner ist die bis heute unübertroffene Antwort auf allen Kommissarenfleiß deutschen Krimischaffens, ein freudloser Ermittler, der wider willen in das Schlachtfest des Lebens hineingezogen wird. Dass dieses nun so schwarz und blutig glänzt, ist beste österreichische Tradition, diese taubenvergiftlerische Lust am Perfiden und Morbiden, an der Verdüsterung der Welt bis zu ihrer Kenntlichkeit.”
Badische-Zeitung.de

“Lakonisch, pechschwarz und so saukomisch, dass das Premieren-Publikum im Zoo-Palast vor Lachen schrie. Hader ist Austria-Kult!”
BZ

"Der Knochenmann" ist ein Film mit sehr komischen Zügen. Absolut sehenswert. … Denn was den "Knochenmann" auszeichnet, das ist diese Melange aus schwarzem Humor (klar, der Tod ist halt ein Wiener!) und einer skurril grausigen Form von Brutalität, die ja durchaus auch dem österreichischen Wesen innewohnen mag und in der die Groteske sich heimisch fühlt. … Eine starke Kriminalgroteske ist das wieder einmal, die er [Murnberger] da auf die Leinwand gebracht hat.”
Hamburger Abendblatt

“In "Der Knochenmann" läuft Kabarettist Josef Hader zu Höchstform auf. … Souverän ist das in Szene gesetzt, mit sicherem Blick für Land und Leute, mit dem Ohr für den Dialekt, dem Gespür fürs raben-schwarze Comedy-Timing. Über allem steht Josef Hader, der spielerisch gegen den mächtigen Bierbichler besteht.”
morgenweb.de

“Nach "Komm, süßer Tod" und "Silentium" ist "Der Knochenmann" der bisherige Höhepunkt der Reihe. … Hier stimmt eigentlich alles: Die präzise berechneten Bildkompositionen voller Schnee und Knochen. Die kleinen, peinlich genau eingesetzten Gruseleffekte. Die leisen Szenen voller ehrlicher Gefühle. Und nicht zuletzt natürlich das Humor-Timing. Da die Dialoge durchgehend so hervorragend sind (Wirt: "Hier gibt's für Sie nichts zu trinken." Brenner (ironisch): "Bei Ihnen ist der Kunde wirklich König." Wirt: "Das ist hier ja auch kein Gasthaus. Sondern ein Wirtshaus"), verzeiht man dem Film auch, dass er kein Ende finden mag. … Dennoch ist man nach den stellenweise hübsch unappetitlichen 120 Minuten nicht satt und könnte glatt noch einen Nachschlag vertragen. Ein durchaus eigenartiger Effekt. Man muss den "Knochenmann" wohl als eines der lustigsten Feel-Bad-Movies bezeichnen, das das für diese Art von Stimmungstötern berühmte Österreich bislang hervorgebracht hat. … Man darf freudig gespannt sein, wie's weitergeht im Österreich der bizarren Verbrechen.”
Morgenpost.de

“Fabelhaft! Es ist so eine Art Alpen-„Fargo” mit pointierten Dialogen und dem unterhaltsamsten Ösi-Detektiv seit „Kottan ermittelt“.”
Bild

“Gewohnt absurde Mischung aus Mord, Missgeschicken und Erpressung – ein Spaß, ganz wie die Vorgänger!”
SPIEGEL

"Wer die Filme von Joel und Ethan Coen mag – hier kommt ein Pflichttermin!"
kulturnews

“Einmal mehr ist es Ausnahmekabarettist Josef Hader, der dem stimmigen Film diesen lakonischen Witz und schluffigen Charme gibt, noch dazu mit einem grandiosen Gegenpart wie Bierbichler. Das Ergebnis ist eine knochentrockene Provinzkrimikomödie, die sich unerwartet auch noch zu einer leisen Liebesgeschichte entwickelt. ... Man muss ihn einfach mögen, diesen Josef Hader.”
TV Spielfilm

“Der dritte Film in der Krimi-Reihe um den herrlich lakonischen Ösi-Ermittler Brenner (Josef Hader). ... Eine Art Alpen-”Fargo” mit großartigen Dialogen, interessanten Bildern und toll aufgelegten Darstellern”
OXMOX

“Kult-Schnüffler Brenner ist zurück in einem gewohnt satirischen Krimi.”
Player

“Das Komische, das Brutale und das Philosophische sind immer nur einen Umschnitt voneinander entfernt.”
epd film

“Und so doppelbödig jedes Bild durch einen rasanten Schnitt seinen Gegenpart bekommt, so doppelzüngig schön sind auch die Dialoge. Die zergehen wie Zartbitterschokolade auf der Zunge.”
TAZ

“Schlachtvieh und Todeswitze: Der Comedian Josef Hader brilliert im heiter-blutigen Schocker DER KNOCHENMANN. ... Der Film ist den beiden Vorgängern in Sachen Witz und Spannung weit überlegen und hat neben Hader mit einem mörderischen Josef Bierbichler und einer rustikalen Birgit Minichmayr eine exzellente Besetzung.”
tip

“Schlechtes Wetter, schlechte Laune, schlechte Menschen – schwarzer Humor zum Niederknien!”
Zitty

“schräg, skurril und melancholisch”
TV direkt

“Geradeaus kann jeder, Brenner erweist sich erneut als Meister der Seitenwege, auf denen der Blick in die Tiefen, aber auch auf die Höhen des menschlichen Daseins immer wieder überraschende Perspektiven eröffnen.
Gig

“Der staubtrockene, tiefschwarze Humor der Österreicher plus Brenners Mischung aus Abgebrühtheit und Melancholie treffen auf eine äußerst morbide Geschichte. Dazu verspricht die Begegnung von Hader mit Josef Bierbichler als Wirt Löschenkohl zahlreiche Rededuelle voller Wortwitz. ... Tief durchatmen musste man bislang dennoch, bevor einen der nächste Witz dann nicht nur im Hals stecken bleibt, sondern tatsächlich zum hörbaren Lachen animiert.”
biograph

Über Birgit Minichmayer: “Eine Alleskönnerin ist sie, eine Wandelbare, die sich nicht als Verwandlungskünstlerin aufdrängt. Hauptrolle, Nebenrolle, egal, Minichmayer spielt sich ins Gedächtnis, und das war von Anfang an so.”
Tagesspiegel

“Trotzdem ist der Film alles andere als ein Whodunit, vielmehr ein präzises Porträt von Menschen, die versuchen, aus der provinziellen Enge auszubrechen.”
Filmecho

„DER KNOCHENMANN ist eine atmosphärische Krimi-Groteske, die von brillant-authentischen Dialogen und einem exzellenten Schauspielensemble lebt und somit kleinere Schwächen mühelos überdeckt.”
Filmstarts.de

“So ist “Der Knochenmann” nicht nur der beste Film der Brenner-Reihe, sondern auch eine der besten Thriller-Komödien der letzten Jahre. ... Haben die bisherigen Filme - so gut sie auch waren - immer nur wie Vehikel gewirkt, um Hader eine Plattform zu bieten, ist “Der Knochenmann” auch als eigenständiger Thriller gelungen.”
TAZ

“Kongenial – selten war ein Wort so passend wie für Wolfgang Murnbergers dritte Adaption eines Krimis von Kultautor Wolf Haas. ... Der Freund des schwarzen Humors amüsiert sich vortrefflich, und das dank der erstklassigen Dialoge, der hintergründigen Bilder und einem formidablen Cast. Ein hinterhältiges Vergnügen, wie es so nur aus Österreich kommen kann.”
Zitty

“Full of eccentric characters, strange twists and dead bodies, „The Bone Man“ has a cheerfully twisted sense of humor and considerable tension as the head of a very odd family resorts to murder to get himself out of a jam.”
Hollywood Reporter

“Fast-paced banter is delivered succinctly by Hader, as dishevelled as ever, and Bierbichler and Minichmayr. This is backed up by solid camera-work and alert editing which keeps the sarcastically macabre plot moving at top speed.”
Screen International

“Wo die ersten Teile "Komm, süßer Tod" und vor allem "Silentium" bitterböse Satiren auf Wien und Salzburg waren, dreht "Der Knochenmann" das Genre durch den Fleischwolf, ist Krimi, Heimathorror- und Liebesfilm in einem und die Rezeptur geht sogar auf. ... Ein Schmankerl für Genießer des österreichischen, schwarzen Humors mit derben Dialogen vom Feinsten!”
Berliner Morgenpost

“Rundum begeisterte[n] Reaktionen auf die "Knochenmann"-Premiere ... Die Verfilmung eines dritten Wolf-Haas-Krimis ist schlicht die beste.
Kurier

“Mit „Der Knochenmann“ schafft es bereits der dritte Kriminalroman von Wolf Haas ins Kino – und kommt mit so viel knarzigem Wiener Wiener Schmäh daher, dass man gar nicht weiß, ob man sich eher auf die Schenkel klopfen oder gruseln soll.”
Playboy

“Rabenschwarzer Kriminalfilm nach einer klug gerafften Romanvorlage, in dem die österreichische Provinz als ein Abgrund an Missgunst, Lebensgier und verkorksten Biografien erscheint.”
Filmdienst

“Der Film macht es so ähnlich wie Brenner: Er lässt sich bequem nieder und guckt erstmal, wie das Leben in der Provinz so ausschaut. Mindestens so sprechend wie die Bilder, die der Film „draußen vor der Tür“ findet, sind die Erkundungsfahrten, die die Kamera durch die zerklüfteten Landschaften der Gesichter unternimmt. ... Früh kommt Gewalt ins Spiel, um Probleme radikal zu lösen, und hat doch Konsequenzen, die sich nur noch mit immer größerem Aufwand und ausufernderer Gewalt kontrollieren lassen. Hier schlägt der rabenschwarze Humor des Films in Szenen um, deren Drastik plötzlich eine Nähe zum Subgenre des Hinterwäldler-Horrorfilms eröffnen.”
Filmdienst

Ein Artikel von Joachim Kurz und Michael Spiegel, Kino-Zeit.de:

Der KnochenmannTotentanz mit Backhendl*

Jetzt ist also noch mal was passiert. Denn der Murnberger, der Haas und der Hader können’s einfach nicht lassen – Serientäter quasi. Und gäbe es nicht bereits eine Band mit Namen „Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune“ (die natürlich aus der Alpenrepublik kommt) – diese drei netten Spinner würden diesem Titel alle Ehre machen. Vergesst *Komm, süßer Tod *und *Silentium*, ihr Leut – denn mit *Der Knochenmann* wird der berühmt-berüchtigte österreichische Humor der schwärzesten Sorte in Dimensionen gesteigert, wie man es auch nicht ansatzweise vermutet hätte. Der neueste Streich des dynamischen Trios (während Wolfgang Murnberger Regie führte, besorgte Wolf Haas mal wieder die literarische Vorlage, arbeitete am Drehbuch mit und hat womöglich den schlitzohrigsten Cameo-Auftritt der Filmgeschichte. Josef Hader dagegen gibt mal wieder den verknitterten, oftmals glücklos-agierenden Privatschnüffler namens Simon Brenner, der ihm immer mehr zur zweiten Haut wird) ist ein großes Highlight für alle Kinogänger, die es tief-schwarzhumorig und auch ein wenig abseitig mögen. Machen die Österreicher vielleicht doch die besten deutschsprachigen Filme?

Lust auf Arbeit hat der Brenner auch nach seinem letzten Abenteuer immer noch nicht wirklich. Aber von irgendwas muss man ja leben. Da trifft es sich gut, dass der Berti (Simon Schwarz) mittlerweile ein Inkasso-Unternehmen betreibt. Brenners Aufgabe ist es, den säumigen Leasingnehmern von Autos entweder die fälligen Rate oder den Autoschlüssel aus der Tasche zu ziehen. Die Suche nach dem Schuldner Horvath treibt Brenner ins Steirische, zum Gasthof Löschenkohl, wo der Horvath zuletzt gesichtet worden war. Die Gastwirtschaft ist weithin bekannt für seine famosen Backhendln, so dass im Keller des Anwesens Tag und Nacht eine riesige Knochenmühle die sterblichen Überreste des gemeuchelten und verspeisten Federviehs zu Knochenmehl verarbeitet. Doch beim Löschenkohl wollen weder der Wirt (Josef Bierbichler – grandios!), dessen Sohn (Christoph Luser) noch dessen Gattin (Birgit Minichmayer) Auskunft geben über den Verbleib des Gesuchten. Trotzdem findet sich schnell eine Verwendung für den Brenner – Zweitjob quasi. Der unzufriedene Juniorchef will endlich wissen, warum sein Vater den florierenden Gasthof an den Rand des Ruins treibt, indem er Geld auf die Seite schafft. Unversehens befindet sich Brenner in der schönsten Zwickmühle, denn er gerät nicht nur zwischen alle Stühle und in die Arme von der Schwiegertochter Löschenkohls, sondern beinahe auch ins Räderwerk der Knochenmühle …

Wolf Haas’ Privatdetektiv Brenner ist ja kein Mann der vielen Worte. Und so strich dessen Darsteller, der begnadete Kabarettist Josef Hader, nach eigener Auskunft erstmal rund die Hälfte seines Textes zusammen – ob aus Faulheit oder um den Film zu straffen, darüber kann man trefflich spekulieren. Im Gegensatz zu dem Löschenkohlschen Federvieh aber zeigt sich der Film schlank und ohne jedes Gramm Fett. Auch wenn der Erzähler anfangs darauf insistiert, dass die nun folgenden Verwicklungen nicht der Gier oder dem Sex, sondern allein der Liebe geschuldet seien – *Der Knochenmann* zeigt das komplette Panoptikum menschlicher Leidenschaften und Niedrigkeiten derart gekonnt, bissig und gespickt mit grimmigem Humor, dass man aus dem Lachen, dem Staunen und dem Entsetzen gar nicht mehr herauskommt. Und Brenner ist ein solch sympathischer Loser, dass man sich nichts sehnlicher wünscht, als baldigst möglich weitere Verfilmungen der restlichen Haas-Romane mit Simon Brenner. Drei Romane aus der Brenner-Serie gäbe es theoretisch noch – aber vielleicht soll man aufhören, wenn’s am schönsten ist. Nein, sollte man nicht.

Erfreulich auch, wie locker Murnberger, Haas und Hader lediglich Motive und einzelne Elemente der literarischen Vorlage übernehmen und daraus etwas vollkommen Neues formen, das trotzdem in jeder Szene, jeder Einstellung den lässig-makaber-morbiden Ösi-Charme der Romane atmet. Familiäre Händel und gebackene Hendl, Kulinarisches und Kannibalistisches, Blut und Schnee, die treibenden Beats der fulminanten Sofa Surfers und Haders immer leicht verkatert und dementsprechend verlangsamt wirkendes Spiel, Liebe, Triebe und Hiebe – die Mixtur ist krude, gewagt und gelungen. Mit schönen Grüßen an den Quentin, den Joel und den Ethan: *Der Knochenmann* ist schwerstens kultverdächtig. Oder auch einfach: Leiwand, Oida!